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02. Mai 08 Ukraine Krim

An der Schwarzmeer-Küste haben wir nun wieder etwas besseres Wetter, vom Donau-Delta fahren wir an der Küste entlang nach Odessa. Immer wieder fahren wir durch Menschen leere Ferien Anlagen die noch von der Sowjetzeit her sein müssen. Wir sehen an den schönsten Stränden viele halb fertig gestellte Ferienzentren mit den typischen sowjetbunkerartigen Hotelblöcken.
Manchmal finden wir bei solchen Bauruinen einen Übernachtungsplatz, aber wir bleiben nur zum Übernachten, den solche Plätze laden nicht wirklich zum Verweilen ein.
Wir fahren nach Odessa machen dort einen kurzen Besuch der Innenstadt und dann geht’s weiter der Küste entlang in Richtung Krim.

Etwas für meine Hundefreunde, die anderen können es überspringen.
Immer wieder sind wir, das heisst vor allem unsere Hunde, von ganzen Heerscharen von Zecken geplagt. Es gibt Tage da hat jeder Hund über fünf Zecken.
Ja, sicher haben wir vorgesorgt und die Hunde vor Zecken geschützt, aber anscheinend wissen die osteuropäischen Biester nicht, dass es so was gibt, und tun sich genüsslich an unseren Hunden.

Krim
Auf der Halbinsel Tarkhankut fahren wir weiterhin der Küste entlang. Wir finden immer wieder schöne Plätzchen die uns zum länger bleiben einladen. Wenn doch nur dieser kalte Wind nicht währe.

 

 

Wir verbringen bei schönem Wetter ein paar Tage im Gebirge der Krim und besuchen einige Felsenstädte. Auch müssen wir unbedingt wieder einen Kleider-Wäsche-Tag einlegen. An einem Flüsschen finden wir den geeigneten Platz, wo wir in einer verlassenen Fruchtbaumplantage unsere lange Wäscheleine aufspannen können. Auch das Wetter spielt mit und am Abend ist alles wieder trocken und im Kleiderschrank verstaut.

 

 

 

Rallye fahren auf ukrainisch
Auf einem kleinen Strässchen wollen wir über die Berge zur Küste fahren. Doch leider ist der Weg geschlossen. Warum können wir auf dem Schild das beim Schlagbaum steht nicht entnehmen. Doch so schnell geben wir nicht auf, wir sehen einen Feldweg der etwa in die Richtung, die wir wollen verläuft, und folgen dem. Doch die Fahrspuren werden immer tiefer und schon bald fragen wir uns ob es sich lohnt den Weg weiter zu fahren. Wir müssen einen Bach mit steiler Einfahrt überqueren und etwas später, über eine provisorische Brücke bei einen Bach, der durch eine Röhre geleitet wird, das heisst, wir fahren über die Röhre auch wieder mit steiler Einfahrt. Da wir nun schon hier sind, sagen wir uns, dass wir wenigsten einmal, sobald wir einen geeigneten Platz gefunden haben, Übernachten wollen. So hat es sich doch gelohnt diesen Weg zu fahren.
Der Weg führt uns zu einem steilen Stück mit wirklich tiefen (Traktoren müssen da bei sehr nassem Weg gefahren sein) Fahrspuren. Aschi will das Ganze zu Fuss erkunden und ich warte mit den Hunden beim Bucher.

Es geht nicht lange, und ich höre heulende Motoren, ich denke für mich, dass das Motocross Motorräder sein müssen.
Es geht alles sehr schnell, Aschi kommt angerannt ganz ausser Atem und schreit, dass wir wegfahren müssen, und schon kommen zwei Geländewagen der russischen Bauart, den Weg hinunter gerast. Kurz vor dem Bucher kommen sie zum Stehen. Eigentlich wollte der Erste um uns herumfahren, die tiefen Fahrspuren schien er nicht mal zu sehen. Der Wagen schien in der Luft zu hängen, doch der Fahrer stieg aus, um mit uns zu plaudern. Wir fragten sie nach dem Weg, den wir eigentlich fahren wollten, doch als sie bemerkten das Aschi nicht alles verstand, meinten sie kurzerhand wir sollen ihnen hinten nachfahren.

Nun mussten die Ukrainer natürlich zeigen, was sie und ihre Wagen drauf hatten, kein Wasserloch auf dem Weg wurde ausgelassen, mit vollem Tempo fuhren sie durch den Schlamm, dass es nur so spritzte. Aschi versuchte ihr Tempo so gut es ging mitzuhalten, doch sie mussten immer wieder auf uns warten.
Beim Schlagbaum, wo der Weg eigentlich gesperrt ist, hielten sie an und nach einem kurzen Gespräch mit dem Wächter konnten wir passieren. Was gesprochen wurde und warum wir fahren konnten, wissen wir nicht. Nun ging das Rallye fahren weiter, wir fuhren an einem Stausee entlang, wäre eigentlich sehr schön gewesen wenn man Zeit zum Schauen gehabt hätte. Doch ich musste zusehen, dass es mich nicht aus dem Sitz schleuderte.
Beim Stausee fuhren sie kurzerhand über eine STEILE Betonwand in ein Auffangbecken runter, wir hinterher, (es kam mir vor, wie bei einem amerikanischen Krimi, wenn sie eine Verfolgungsjagd, in den Kanälen von Los Angeles hatten) wie wir wieder hinaufkamen war ein grosses? Nun ging es durch Schlamm und noch mehr Schlamm weiter. Der Bucher und Aschi mussten ganz schön schwitzen, um das Tempo mitzuhalten. Zum grossen Glück war die Ausfahrt aus dem Auffangbecken nicht über eine Betonmauer.
Nun fuhren wir wieder durch den Wald, von dem schönen Buchen und Eichenwald bekamen wir nicht viel mit, denn wir waren ja an einer Rallye.
Auf einer Waldlichtung hielten sie an um noch weitere Bilder von unserem Fahrzeug zu machen, sie knipsten schon vorher bei jeder heiklen Stelle für unser Bucher, sei es Schräglage oder enge Stellen mit weggewaschenem Weg, Bilder. Von hier weg sollte es für uns kein Problem mehr sein den Weg alleine zu finden. Der eine Fahrer gab Aschi eine Visitenkarte von seinem Geschäft (Abschleppdienst) und meinte, dass wir ihn, falls wir Probleme hätten, anrufen können und weg waren sie.
Das war eine kurze aber sehr intensive Begegnung mit ukrainischen Offroadern.
Resu Böhlen von Off-Road-Boehlen hätte es sicher sehr gefallen.