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13. Mai 08 Krim, Ukraine

Wir sind immer noch auf der Krim, nicht nur weil es uns so gut gefällt, sondern auch weil der Bucher ein kleines Problem in der Elektronik hat. Das heisst, wir können ohne Schwierigkeiten fahren aber wir möchten gerne das Problem noch hier in Ordnung bringen, bevor wir nach Russland weiterfahren. Wenn wir ein Ersatzteil brauchen, so denken wir, dass es in der Ukraine noch etwas weniger kompliziert wird ein Teil per Kurier schicken zu lassen als in den nächsten Ländern, die wir bereisen werden. Nun müssen wir noch einiges abklären, wo das Problem liegt und was wir ersetzen müssen. Wir wollen uns ja nicht, etwas Falsches zuschicken lassen.

Wir sind immer wieder aufs Neue von der Krim überrascht, in jedem Teil der Halbinsel gibt es etwas Interessantes zu entdecken. An wunderschönen Übernachtungsplätzen fehlt es hier wirklich nicht. Wir finden immer einen ausgefallen Platz zum Verweilen und so vergehen die Tage sehr schnell. An manchen Tagen fahren wir nicht mehr als 10 Kilometer und schon wieder müssen wir anhalten und ein Kaffee trinken und dann auch für den ganzen Tag und die Nacht bleiben.

In der Gegend von Jalta ist es sehr touristisch der ganze Küstenabschnitt bis Alushta ist praktisch überbaut. Wir wollen uns natürlich Jalta etwas näher ansehen und fahren mit dem Bucher ins Zentrum, doch die Strassen sind sehr eng. Wir schaffen es in den engen Gassen uns so zu verfahren, dass wir in einer Sackgasse landen (natürlich gab es vorher kein Schild), nun musste Aschi mit grosser Mühe versuchen den Bucher zu wenden. Die Verkäuferinnen einer Apotheke müssen sich dieses Wendemanöver genauer ansehen. Sie stehen auf der Strasse um alles genau zu beobachten. Wie Aschi den Bucher Duro auf engstem Raum gewendet hat, ist für mich schon ein kleines Wunder, aber Wunder geschehen man muss sie nur sehen. Das war nicht das einzige Mal, wo Aschi auf engstem Raum den Bucher Duro wenden musste. Wir schafften es noch weitere Male uns in solche Situationen zu bringen. Aber wir haben auch noch ganz andere Sachen drauf, wir können auch auf einem Feld-Dreck-Weg, der sehr steil an die Küste runter führt, runter fahren zum Übernachten, obwohl Regen im Anzug ist und wir genau wissen, dass, wenn es regnen wird, wir nicht wieder hochfahren können. Nun kam es so, wie es kommen muss, es regnete die ganze Nacht bis weit in den Morgen, der Weg ist total aufgeweicht und wir sitzen fest. Am Nachmittag zeigt sich doch noch die Sonne, aber der Weg ist immer noch unbefahrbar. Nun sitzen wir also an der Nordküste von Kerch und warten, bis der Weg wieder trocken genug ist, um mit unserem schweren Fahrzeug raufzufahren. Wir können nur hoffen, dass es diese Nacht nicht wieder Regen gibt, sonst wird unser Zwangs Aufenthalt noch etwas verlängert. Was sollt, wir haben Wein und Bier und schöne Aussicht aufs Meer.
Bis zum nächsten Mal und Danke für die Gästebucheinträge