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22. Mai 08 Krim, Ukraine

Für alle die, die es schon lange interessiert wie wir aus unserer misslichen Lage, von der einsamen Bucht wieder hinauskamen, noch einen kurzen Rückblick.
Noch am selben Tag, das heisst nach der regenreichen Nacht und dem nassen nächsten Morgen, mussten wir uns entscheiden ob wir am Abend als der Weg einigermassen abgetrocknet war diesen schönen Platz verlassen wollten, oder die nächste Nacht noch unten verbringen und hoffen, dass es nicht wieder Regen geben wird.
Aschi ging mit den Hunden den Weg besichtigen und als die Drei zurückkamen, war Aschi um einige Zentimeter, wegen dem Dreck der an den Sohlen klebte, gewachsen. Den Hunden mussten wir den Lehm und Dreck, der sich wie Zement zwischen den Zehen verklebt hatte, herauswaschen
Wir entschlossen uns, obwohl der Weg immer noch recht aufgeweicht war, für das Hinauffahren, was sich später als die Richtige Entscheidung herausstellte. Am späten Abend braute sich über dem Meer ein heftiges Gewitter zusammen. Wir konnten zusehen, wie die schweren Wolken immer näher kamen bis uns das Gewitter zu verschlingen schien. Um uns herum gingen Blitze runter. Inmitten Blitz und Donner, stellte sich mir die Frage, ob die Schweizerarmee, beim Bucher Duro mit Kommandoaufbau, daran gedacht hat den Aufbau blitzsicher zu machen.
Wir überstanden das Gewitter und die Nacht schadenfrei und konnten weiterziehen.

In Kerch organisieren wir nun unsere Ersatzteile und verbringen einige Tage in der Nähe der Stadt. Dann ziehen wir der Küste entlang wieder nach Alushta und dann nach Simferopol wo wir, wenn alles gut geht, die Teile in empfang nehmen können. So wie es scheint, ist es nicht ganz einfach Ersatzteile in die Ukraine zu senden.
Wir nutzen die Wartezeit um unser Kanu auf einem kleinen Stausee zu testen.

Achtung, etwas für Hundefreunde besonders für Bobby.
Unsere Hunde waren noch nie mit dem Kanu auf dem Wasser. Wir testeten das Boot nur einmal zuhause auf dem Rasen. Da schien es den Hunden nichts auszumachen.
Also hatten wir heute Premiere auf dem Wasser. Kein Problem, beide stiegen ein und verhielten sich ruhig. Immer aufs Neue staune ich über den Bobby, mit seinen zehn Jahren macht er einfach alles mit. Schon das Seitenwagen fahren schien im nichts auszumachen und nun auch das Kanu fahren.
Hei Leute, lasst euch nicht vom Alter eines Tierheimhundes oder Rescue Hund abschrecken. Auch die Alten wollen geliebt werden und mit einem durchs Leben gehen. Sie sind sogar noch fähig viel Neues zu erlernen, man muss ihnen nur etwas geduld entgegen bringen.
Bobby, ist für uns eine richtige treue Seele geworden.

Wenn wir unsere Ersatzteile haben, werden wir nach Russland und dann nach Kasachstan weiterreisen. Wir werden weiterhin versuchen regelmässig ein Update zu machen. Aber es kann sein, dass es im Osten etwas schwieriger wird, eine schnelle Internetverbindung zu bekommen. Würde uns aber freuen, wenn ihr unsere Reise weiterhin verfolgen würdet.
Bis bald aus??  Russland oder Kasachstan.