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23. Juli Kirgistan

Am 1. Juli 08 verlassen wir endgültig Tadschikistan, die Ausreise geht eigentlich recht schnell und die Einreise in Kirgistan ist auch unproblematisch.
Wir entfernen uns immer weiter vom Pamir und im Rücken haben wir das wunder schöne Panorama der schneebedeckten Berge.


Pamir

Unser nächstes Ziel wird Osh sein, wir müssen dringend unsere Lebensmittel Vorräte auffüllen.Da Osh im Ferganatal liegt und das Tal im Sommer sehr heiss ist, wollen wir vor Osh auf einem Pass übernachten und dann am nächsten Morgen so früh wie möglich in die Stadt fahren. Als wir dem Pass immer näher kommen, und wir einen chinesischen Strassenbaulastwagen kreuzen, macht Aschi noch einen Witz. „Vielleicht sind, wie in Tadschikistan, die Chinesen am Strasse bauen“. Genau so ist es dann auch, tatsächlich sind die Chinesen am Werk und die Strasse sieht gleich aus wie in Tadschikistan nur der Tunnel fehlt noch. Aus dem Übernachtungsplatz auf der Passhöhe wird nichts, alles ist eine grosse Baustelle in Staub gehüllt. Auch auf der anderen Seite vom Pass sieht es nicht besser aus. Das ganze Tal erstickt im Staub. Wieder wird es spät, bis wir einen Platz zum Übernachten finden doch wenigstens kommen wir etwas von der Strasse weg.
Am nächsten Morgen fahren wir nach Osh und die Strasse ist bis kurz vor der Stadt eine einzige Baustelle. Die Dörfer, die wir unterwegs passieren, scheinen im Staub zu ersticken, die Gärten vor den Häusern sind mit einer dicken Staubschicht belegt, die Bäume sind grau, alles ist dreckig und staubig einfach schrecklich.
In Osh besuchen wir den Markt und decken uns mit Früchten und Gemüse ein, kaufen auch noch Süssigkeiten. Die Süssigkeiten sind ein chinesischer Reinfall, siehe Bild.

Beim Song Kul See machen wir den nächsten längeren Halt, hier hat sich auch viel getan, als wir vor zwölf Jahren hier waren, hatte es nur vereinzelte Jurt-Lager (kirgisische Zelte). Jetzt ist das ganze Gebiet gespickt mit Jurten.
 
Pferde beim Song Kul

Ja, Kirgistan hat sich seit 1996 sehr verändert, man sieht weniger Pferdewagen dafür viele Audi, BMW und VWs. Auf der Strasse muss man sich sehr in acht nehmen, sei es einerseits, weil sie so schlecht sind und anderseits, weil die Kirgisen so aggressive Autofahrer sind. Man fährt, was die Kiste bringt, uns scheint als hätten die Kirgisen das Hirn im Fusse, der auf das Gaspedal drückt.
Wir machen einen Abstecher ins Tal von Dzhety-Ogyuz, fahren bis ganz weit hinauf, wo wir vor zwölf Jahren übernachteten, erkennen auch hier den Platzt fast nicht mehr. Es hat viele Touristen Jurte, der Platz am Bergbach ist ein SEHR beliebter Picknick Ort.


Dzhety-Ogyuz

Wir verlassen Kirgistan im Osten und reisen weiter nach Kasachstan. Auch dieses Mal ist Kasachstan nur ein Transitland für uns. Es zieht uns sehr stark gegen Norden. Wir durchfahren die Steppe von Kasachstan auf einer schrecklichen Strasse, zwar ist die Strasse asphaltiert aber es hat so viele Schlaglöcher und Bodenwellen das wir kaum über eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 km/h kommen.


Strasse mit Bodenwellen in Kasachstan
 
 
Wir sind jetzt am Baikalsee auf der Insel Olchon und erholen uns von Zentralasien.
Bis zum nächsten Bericht aus Sibirien.