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26. August 08 Tsagaan Nuur, Mongolei

An der Grenze zur Mongolei wurde schon bei der Ausreise aus Russland unsere Geduld getestet. Die Beamtin, die unsere Papiere machte und auch den Wagen kontrollierte machte aus Aisha und Bobby eine grosse Sache. Wir mussten auf eine Frau vom Veterinärirgendwas, die gerade in der Mittagspause war, warten. Der Bucher mit den Hunden drin stand an der brennenden Sonne. Als die Beamtin vom Veterinäramt nach etwa einer Stunde kam, verschwand sie mit den Pässen der Hunde in ein Hinterzimmer und nach einer Weile brachte sie die Pässe zurück und wir konnten fahren. Was sie genau machte, wissen wir nicht, es sah einfach sehr, sehr wichtig aus. Doch nun war beim letzten Kontrollposten, der beim Verlassen des Zolls noch passiert werden musste, auch Mittagspause und wir mussten weiter warten. Es ist schon fast lächerlich was die beim Ausreisen für eine Sache machen.
Die Einreise bei den Mongolen ist etwas verwirrend, man sammelt auf einem Papierstreifen, den man bei der Einfahrt des Zolls bekommt, bei verschiedenen Beamten, verschiedene Stempel. Wie viele es braucht um den Zoll verlassen zu können ist uns ein Rätsel. Wir müssen, da uns noch ein Stempel fehlt noch mal zurück fahren, den Beamten suchen der zwei Stempel hätte auf den Zettel machen sollen und dann konnten wir die Grenze passieren.
Also verbringen wir den ersten Tag an der Grenze und schwitzen wie schon lange nicht mehr. Die Temperatur steigt über 30° C.
Der nächste Tag ist dann auch schon etwas kühler, wir fahren erst in die Richtung vom Khövsgöl Nuur (Nuur = See). Machen einen Abstecher zum Amarbayasgalant Khiid (Buddhistisches Kloster). Die Anfahrt zum See nimmt einige Tage in Anspruch, erst fahren wir auf einer sehr guten Asphaltstrasse doch nach Bulgan wird aus der guten Strasse eine einfache Fahrspur. Das macht nichts denn die Landschaft ist einfach zu schön um nur so durchzuflitzen.

Amarbayasgalant Khiid (Buddhistisches Kloster)


Amarbayasgalant Khiid (Buddhistisches Kloster)


Landschaft im Norden der Mongolei mit Gers (Zelte der Nomaden)

Am Khövsgöl Nuur verbringen wir zwei Tage, dann geht es wieder Süd zurück nach Mörön. Von Mörön fahren wir weiter Süd, wir überqueren einige Bergketten und kommen dann schliesslich, ohne genaue Karte und auch ohne eine Beschreibung in einem Reiseführer an unser nächstes Ziel, an den Tsagaan Nuur. Die Landschaft ist einfach Atem beraubend schön, die Wege sind, nun ja, man kann sagen schlecht. Doch wenn man Zeit hat und nicht ein möchte gerne Rallyefahrer ist, sich nicht ärgert, weil es keine Wegweiser gibt, dann hat man Spass. Und Spass haben wir, die Mongolei ist für uns ein richtiges angenehmes Reiseland. Tolle Landschaft freundliche Menschen und praktisch keine Grossstädte.
Unser nächstes Ziel wird dann in ein paar Tagen Ulanbator sein, wir wollen versuchen unser Visa zu verlängern. Ein Monat ist einfach zu kurz für dieses grosse Land zu erkunden. 


Khövsgöl Nuur

Übernachtungsplatz auf dem Weg zum Tsagaan Nuur. Auf einem Pass wurden wir eingeschneit

 

Tsagaan Nuur